Obala 46, 51511 Malinska, Hrvatska

Geschichte

Die Geschichte von Dubašnica ist eng mit den Wäldern der Flaumeiche (duba) verbunden – die in den fruchtbaren Feldern von Dubašnica wachsen.

Die Geschichte von Dubašnica ist eng mit den Wäldern der Flaumeiche (duba) verbunden – die in den fruchtbaren Feldern von Dubašnica wachsen.

Das historische Dubašnica besteht aus drei Dorfgruppen. Dolinja sela: Porat, Vantačići, Turčići, Zidarići, Milčetići, Bogovići, Radići, und Malinska, von denen Porat, Vantačići, Zidarići und Malinska zusammen Vala genannt werden. Zudem Gorinja sela: Kremenići,  Žgombići, Sv. Ivan, Sv. Anton, Strilčići und Sabljići.

Die dritte Dorfgruppe trägt den Namen Poganka, und hierzu gehören die Dörfer: Milovčići, Hržići, Oštrobradići, Barušići und Ljutići.  In der Umgebung befinden sich zudem bereits verlassene Dörfer. Später wurde auch sv. Vid-Miholjice mit den Dörfern Maršići und Sršići in die Gemeinde aufgenommen.

Als geschützter Hafen hat der Ort einst bei Unwettern als Schutz und Rast für Boote gedient. Lange Zeit ist er unbesiedelt geblieben, weil man Angst vor Piraten und ungebetenen Gästen hatte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hat man schnell damit begonnen, Malinska zu besiedeln, vor allem aufgrund der immer stärker gewordenen Ausfuhr von Brennholz nach Venedig, Chioggia und Rijeka.  Es wurden Segel- und Dampfschiffsanleger gebaut, der Hafen wurde für die Ankunft und das Verladen von Waren erweitert, der Handel wurde weiterentwickelt und seit 1866 halten in Malinska auch Touristendampfschiffe.

Im Jahr 1927 hat man in Malinska mit dem Schiffsbau begonnen, wobei sich der Hafen im Laufe des letzten Jahrhunderts nicht als Handelshafen entwickelt hat, sondern als Haltestelle für Reise- und Touristenschiffe.

Im gesamten Gebiet sind Spuren von Leben zu finden, die bereits aus der Vorzeit und der Antike stammen. Hier hat einst das Volk Liburnen gelebt, deren Bauten erhalten geblieben sind. Ein Gebäude befindet sich in der Nähe von Porat und das andere an der Felsenküste Ćuf. In der Bucht Zaharija am westlichen Teil des Ufers wurden die Überreste eines antiken Wohnobjektes gefunden (Villa Rustica), was davon zeugt, dass man hier zur Zeit der Antike gelebt hat. Noch mehr Überreste hat man hingegen aus dem Mittelalter gefunden.

Die Besiedlung und Entwicklung von Dubašnica ist eng mit Ivan Frankopan verbunden, dem letzten Fürsten von Krk. Dieser hat im Jahr 1451 seine Besitztümer mit seinen Brüdern geteilt, sich von denen auf dem Festland losgesagt und jene auf der Insel Krk erhalten. Um das Inselgelände besonders gut nutzen zu können, hat er sich entschieden, Menschen vom Festland hierherzubringen, die in besiedelten Orten leben, das Land bestellen und die Viehzucht antreiben. Historische Daten aus einer glagolitischen Schrift besagen, dass  mit den Kroaten zusammen auch Menschen gelebt haben, die vor den Türken geflohen sind, die der Fürst Vlasi oder Murlaci genannt hat. Die Anzahl der Bewohner ist zu dieser Zeit sichtlich gestiegen und im Jahr 1480 ist der Ort zu einer eigenständigen Pfarrei ernannt worden, die von Omišalj unabhängig war. Zudem ist dieser zu einer eigenständigen Gemeinde geworden und somit die jüngste eigenständige Verwaltungseinheit –kaštel Dubašnica.

Nachdem der letzte Fürst Frankopan im Jahr 1480 gegangen war, haben die Bewohner der Republik Venedig die Herrschaft über die Insel vollständig übernommen. Deren Herrschaft auf der Insel Krk dauerte bis zum Jahr 1797 an. Nach dem Fall von Klis im Jahr 1539 haben die Uskoken Senj bevölkert und eine ständige Gefahr für Krk dargestellt, welche unter der Herrschaft von Venedig auf der Gegenseite stand. Orte, die keine Stadtmauern hatten, wie auch Dubašnica, wurden ein ständiges Ziel und eine attraktive Beute für Räuber. So einen Raub mussten auch das Kloster und die Kirche der hl. Maria Magdalena in Porat mehrmals erleben, die aus dem Jahr 1480 stammen. Ein Amtsleiter der Republik Venedig sollte deshalb Schiffsruderer ausfindig machen – sogenannte Galioten. Die, die gingen, kehrten nicht mehr zurück und einige Straßen sind nach ihnen benannt. In den Schriften einiger Bruderschaften in Dubašnica ist verzeichnet, dass viele auf dem Meer umgekommen sind und dass niemand mehr da ist, um das Land zu bestellen.

Während der zweiten österreichischen Herrschaft (1813 bis 1918) hat die Volksschule am 17. März 1846 ihre Arbeit aufgenommen. Die ersten Lehrer waren hiesige Pfarrer. Im Jahr 1900 wurde dann eine neue Schule gebaut und einige Male erweitert. Eines der wichtigsten Ereignisse im 19. Jahrhundert für Dubašnica ist der Bau einer neuen Pfarreikirche. Das Zentrum aus dem längst ausgestorbenen Dorf Dubašnica wurde nun nach Bogovići umgesiedelt, und im Jahr 1857 wurde eine neue Kirche des hl. Apollinaris  gebaut. Am vorherigen Standort befinden sich heute ein Glockenturm und der alte Friedhof.

Ein schweres Leben, Angst, Krieg und großer Hunger aufgrund von Dürre waren für den Ersten Weltkrieg in Bogovići auf der Insel Krk bezeichnend und die Besetzung der Italiener (1918 – 1921) war die schwerste Zeit in der Geschichte von Krk. Die Zeit zwischen zwei Weltkriegen war vor allem von den Auswanderungen aus Dubašnica gekennzeichnet. Damals wanderte man insbesondere aus den im Inland liegenden Dörfern aus, wo zahlreiche Familien lebten. Der Holzhandel, die Landwirtschaft und Viehzucht konnten nicht alle Menschen in ihrem Zuhause halten. Man wanderte nach Amerika, Kanada, Südamerika aus – vor allem nach Brasilien, Uruguay und nach Montevideo. Die Wirtschaftskrise im Jahr 1929 hat dazu geführt, dass viele Inselbewohner wieder zurück nach Hause gekehrt sind. In den 30-er Jahren haben diese ihre Häuser mit den bekannten Arkaden unter den Fenstern gebaut. Während des Zweiten Weltkriegs begann mit dem Zerfall des Königreichs Jugoslawien und der Gründung der NDH die Angst vor einer neuen Besetzung durch Italien, was auch geschehen ist. Das Volk musste zusehen, wie es zurechtkommt. Die Italiener hatten die Macht und in den Schulen wurde Italienisch gesprochen. Kroatische Lehrer verloren ihre Arbeit und auch die Pfarrer genossen kein Ansehen. Doch es sollte eine noch größere Herausforderung kommen, als die deutsche Armee kam. Nach den Partisanen führten diese nun ständige Razzien durch, stahlen Gegenstände und Essen. Im Jahr 1945 am 17. April kam ein Schiff der Partisanen nach Dubašnica und setzte der deutschen Besatzung ein Ende. Endlich war die gesamte Insel befreit. Bedauerlicherweise hat dieser Krieg 39 Leben in Dubašnica gefordert. Im Bürgerkrieg hat Dubašnica zahlreiche Flüchtlinge und Vertriebene aus Slawonien aufgenommen und ihr großes Herz gezeigt, sowohl mit materieller als auch mit seelischer Hilfe, bis hin zur Organisation des Schulunterrichts für die Schüler der Flüchtlinge. Sechs junge Menschen mussten auf dem Kriegsfeld ihr Leben lassen oder sind ihren Verletzungen erlegen.

Für Dubašnica ist vor allem wichtig, was in den staatsformenden Dokumenten der Republik Kroatien steht. In Malinska im Hotel Palace (dem einstigen Aushängeschild des Hotelkomplexes Haludovo) haben anerkannte Fachleute den Entwurf der ersten kroatischen Verfassung geschrieben, der vom 15. August 1990 stammt.