Obala 46, 51511 Malinska, Hrvatska

Omišalj und Njivice

Man sagt, Omišalj habe seinen Namen nach der lateinischen Bezeichnung Ad Musculum.

Omišalj

Omišalj, der erste Ort, auf welchen man trifft, nachdem man über die Brücke von Krk auf die Insel gelangt, lädt durch seine geschlängelten steingepflasterten Straßen in eine prähistorische Stadt ein. Man sagt, Omišalj habe seinen Namen nach der lateinischen Bezeichnung Ad Musculum, der Ort bei den Muscheln erhalten, beziehungsweise Ort am Ufer. In der Bucht Sepen unterhalb von Omišalj befand sich einst eine blühende antike Stadt für die Veteranen der römischen Legion, Fulfinum. Am Rande der antiken Stadt ist im V. Jahrhundert ein imposanter frühchristlicher Komplex entstanden (Mirine), wo Benediktiner die Abtei des hl. Nikolaus gegründet haben. Der gut erhalten gebliebene und erneuerte Standort Mirina dient heute für Konzertveranstaltungen und andere Kulturereignisse.

Die romanische Pfarreikirche, die zwischen dem 12. und 13 Jahrhundert errichtet wurde, steckt voller Kunstwerke aus dem Mittelalter, der Renaissance und dem Barock. Es sollte unbedingt erwähnt werden, dass im kleinen Ort Omišalj mehr Skulpturen erhalten geblieben sind als in einigen größeren mediterranen Orten. Das Lapidarium von Omišalj ist eine Sammlung aus Steindenkmälern, in dem sich die Schrift von Fulfinum aus dem ersten Jahrhundert nach Christus befindet. Die Frankopaner haben hier deutliche Spuren hinterlassen. Sie haben Schutzmauern um Omišalj gebaut, Ivan VII. und sein Sohn Nikola haben im Jahr 1476 eine Festung beziehungsweise eine Burg bauen lassen. Heute ist nur die Bezeichnung der Burg geblieben Prikešte. Die Zeit der Frankopaner ist sowohl für die glagolitische Schrift – die alte kroatische Schrift – als auch für die altslawenischen Gottesdienste sehr wichtig, eine Tradition, die noch heute in Omišalj gepflegt wird.

 

Njivice

Ein kleines Fischerdorf zwischen Omišalj und Malinska in einer ruhigen Bucht mit zahlreichen Spazierwegen und Kiesstränden. Zu Ehren des Fischfangs wurde eine Fischerskulptur errichtet, die der kroatische Bildhauer Zlatko Čular erstellt hat. Njivice wird zum ersten Mal im Jahr 1474 in einer Schenkungsurkunde von Ivan Frankopan erwähnt. Die Erwähnung der damals bereits existierenden Kirche der hl. Maria weist darauf hin, dass dieser Ort und die umliegenden Dörfer schon früher errichtet wurden. In der Kirche sind Beweise hierfür zu erkennen, ein Monolith mit einer vorromanischen Skulptur aus dem XI. Jahrhundert. Heute ist der sonnige Ort Njivice voller mediterraner Kräuter eines der beliebtesten Urlaubsziele für Besucher jeden Alters.